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Reden vor dem Bauen

Wahlkampfplakat von DIE GRÜNEN in Darmstadt mit dem Slogan: Bauen statt Reden

[Blogbeitrag] DIE GRÜNEN können Wahlkampf. Zugegebenermaßen waren sie dabei auch sehr erfolgreich. Und wir sind erstaunt. Von der Schlichtheit des Plakates BAUEN STATT REDEN im Darmstädter Kommunalwahlkampf. Das Plakat offenbart ein Verständnis von Nachhaltigkeit an der Suffizienz vorbei.

Der Ruf nach 10.000 Wohnungen im Wahlkampf ist eine naheliegende und bequeme Antwort in Bezug auf die vermutete Knappheit des Darmstädter Wohnungsmarktes.

Doch wir halten BAUEN STATT REDEN nicht für den richtigen Ansatz.

Daniel Fuhrhop, Blogger und Autor schrieb schon in seinem Buch ‚Verbietet das Bauen’: „Genau wie vor zwanzig Jahren leben auch heute gut achtzig Millionen Menschen in Deutschland. Doch während dieser Zeit stieg die Zahl der Wohnungen von 35 auf 41 Millionen.“ (2015 oekom Verlag). Es ist nicht schwer sich vorzustellen, was sechs Millionen Wohnungen in Bezug auf die Umwelt auslösen an Versiegelung, an Erstellungsenergie, an durch die Zersiedelung ausgelösten Verkehr und an Betriebskosten. Sind wir dabei wenigstens glücklicher geworden? Vermutlich nicht.

Bauen wird als Antwort gegeben. Aber was war die Frage?

Der Bau von den sechs Millionen Wohnungen hat eigentlich nichts verändert – außer dass die Umwelt erheblich belastet wurde. Wir haben damals das Gefühl von Wohnungsnot gehabt und haben es noch immer. Damit wird offensichtlich, dass wir zumindest auch andere Lösungen auf die Frage zum Wohnungsmarkt brauchen als Bauen. Und am Anfang steht die Aufgabe zu klären, wie denn unsere gefühlten Nöte behoben werden können. Dabei steht Reden bestimmt am Anfang. Dann könnte die Frage gestellt werden.

Daher wünschen wir uns in Zukunft solche Plakate von den GRÜNEN:

Photomontage Wahlkampfplakat DIE GRÜNEN mit dem Slogan: Reden vor Bauen

Photomontage Wahlkampfplakat DIE GRÜNEN


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